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Die Marpinger Schutzmantelmadonna


Seit dem 23. Mai 1999 und dem 300. Gedenktag des “Marpinger Gelübdes” ist unsere Kirche durch eine Darstellung der “Schutzmantelmadonna” bereichert. Die Skulptur, in einer Oberammergauer Kunstwerkstatt aus Lindenholz geschnitzt und von einem erfahrenen Maler sehr einfühlsam farbig gefasst, bringt dem Betrachter und Beter Maria als Mutter der Barmherzigkeit nahe. Sie strahlt Freundlichkeit, Schönheit und Würde gleichermaßen aus. Ihr Mantel, von jeher Symbol für Schutz vor Not und Tod, ist offen ausgebreitet für alle, die ihr gläubig und vertrauensvoll nahen. Er ist aber vor allem auch Zeichen für unser Geborgensein in der Kirche Jesu Christi. Auf diese Realität wird durch den Jesusknaben auf ihrem rechten Arm besonders hingewiesen. In diesem wesentlichen Detail unterscheidet sich die Marpinger Schutzmantelmadonna von ihrem großen Vorbild, der berühmten “Ravensburger Schutzmantelfrau” vom Ende des 15. Jahrhunderts, die den beiden Künstlern unserer Tage Inspiration und Technik für die plastische und malerische Gestaltung unserer Marienstatue weiterschenkte. Das gelungene Werk hat einen würdigen und zentralen Platz in der nischenartigen Ausbildung des rechten Querschiffs unserer Kirche gefunden.


Die Kirchenfenster

Die Kirchenfenster waren durch Kriegseinwirkungen stark beschädigt. Im Jahre 1952 wurden sie durch neue Kirchenfenster ersetzt. Kunsthandwerklich solide von einer Straßburger Firma gestaltet und in Blei gefaßt, “leben” und wirken sie durch ihre harmonische Farbenvielfalt und Ornamentik. Insgesamt sind es 16 Hoch und 3 Rundfenster.

Ganz besonders schön ist das Rundfenster in der Frontseite über dem Hauptportal, das – als Rosette gestaltet – die Gottesmutter mit dem Jesuskind immer wieder überraschend eindrucksvoll in der Morgensonne erstrahlen lässt.

.

Marpingen ist eine Stätte alter Marienverehrung und besitzt neben der
der Muttergottes geweihten Pfarrkirche noch zwei weitere
Marienkapellen
und auf der Rheinstraße die
Johanniskapelle.

Zum 1. September 2011 ist die Filiale Marpingen (Berschweiler) mit der “Kapelle Herz-Jesu” aus der Kirchengemeinde Eppelborn (Dirmingen) St. Wendalinus herausgelöst worden und gleichzeitig in die Kirchengemeinde Marpingen Maria Himmelfahrt eingegliedert worden.

 

Pfarrer in Marpingen

           11. 12. 2011                          Volker Teklik           * 17. 11. 1967 in Völklingen

           01. 07. 2011 bis 10.12.2011     Walter Morbach     *  1952  Pfarrverwalter - Pfarrer von Urexweiler

           seit 1986 bis 30. 06. 2011        Leo Hofmann          * 16. 04. 1937 in Nauroth jetzt Rektor Cusansus-Stift

           1963 - 1985                             Stefan Müller          * 15. 07. 1917 in Langenscheid  + 21. 12. 2009

           1958 - 1963                             Wilhelm Martin       geb. 12. 12. 1916 in Hagendingen

           1946 - 1958                             Anton Nicklas        geb. 08. 04. 1902 in Merchweiler

           1927 - 1946                             Jakob Biegel         geb. 08. 08. 1888 in Bliesen

           1918 - 1927                             Ferdinand Carl Gerhard   geb. 06. 09. 1881 in Koblenz

           1910 - 1918                               Matthias Moos         geb. 17. 01. 1874 in Messerich

           1895 - 1910                             Theodor Schmitt      geb. 13. 09. 1857 in Bitburg

           1865 - 1895                             Jakob Neureuter      geb. 21. 07. 1833 in Trier-St. Gangolf

           1851 - 1865                               Nikolaus Sartorius  geb. 08.09.1819 in Losheim

           1839 - 1851                               Peter Josef Bicking geb. 26.10.1800 in Erfurt

           1812 - 1838                               Matthias Hoff             geb.  24.2.1764 in Saarlouis

           1803 - 1811                               Peter Josef Lauer     geb. 19.3.1752 in Saaralben

           1797 - 1803                               Heinrich Licht (P. Placidus) geb. 30.09.1759 in Filzen

           1751 - 1796                               Mauritus Klock

           1748 - 1750                               P. Rodingus Quentz

           1744 - 1747                               P. Candidus Schmitz

           1736 - 1741                               Max Motte

           1733 - 1735                               P. Benedictus Heuradt

           1733 - 1739 oder 1701-18    Heuchen(r)

           1701 - 1718 oder 1667        Johannes Clees

           1629                                          Matthias Ziegler        

           1629                                          Johann Wilhelm Neunhausen

           1618                                          Anton Hellfant

           1569                                          Peter Ornhoiffen

 

 

1084

Die von Kaiser Heinrich III., der am 31.März 1084 zum Kaiser gekrönt wurde, bestätigte
Urkunde ist in lateinischer Sprache geschrieben; sie kann wie folgt übersetzt werden:
"Im Namen der hl. Dreifaltigkeit Heinrich III. durch göttliche Gnade römischer Kaiser. Unser getreuer Bischof von Verdun Dietrich erlangte von uns aufgrund seiner Bitte die Bestätigung, dass ein gewisser Ritter namens Emich dem genannten Bischof sein Lehen, das besteht aus der Veste Marpedingum mit der Kapelle, den Zehnte, Höfen, Gebäuden, Hörigen, Gesindeleuten beiderlei Geschlechts, Feldern, Äckern, Wiesen, Weiden, Wäldern, Jagdrechten und Wasserläufen mit allen Nutzungen und Rechten zum dauernden unangefochtenen Besitz übergab."

1235

Graf Gerlach von Veldenz erhält die Vogtei im Dorf Marpedingum von dem Grafen von Blieskastel zu Lehen

1276

Pfarrei errichtet vor 1276. Der Abt von Tholey war Kollator, Zehntherr und wirklicher Pfarrer; doch ließ er sich durch einen ständigen Vikar vertreten

1278

Mit dem Amt Schaumburg kam Marpingen zum Herzogtum Lothringen

1330

Auf der Taxa generalis um 1330 erscheint Marpingen als Pfarrei des Dekanates Wadrill im Trierer Bistum

1363

Aus diesem Jahre stammt die kleine Glocke, die noch heute ihren Dienst tut (Beschreibung)

1519

7 bewohnte und zwei unbewohnte Hausstellen in Marpingen

1618

Die Pfarrei zählte 70 Kommunikanten (Osterkommunionpflichtige)

1667

Zennerei Marpingen mit 12 Haushaltungen. Der Herzog von Lothringen war Hochgerichtsherr,
der Abt von Tholey Grundherr

1699

Am 23. Mai 1699 legten 12 Familien unserer Gemeinde im Glauben an die Hilfe Gottes das sogenannte Marpinger Gelübde ab: Sie wollten zum Dank, dass sie von Elend und Seuchen, gegen die es damals noch keine medizinische Hilfe gab, verschont blieben, jeden Samstag ab der Mittagszeit die Arbeit ruhen lassen und stattdessen beten.

1739

Die Pfarrei zählte 170 Kommunikanten und 1760 waren es 250

1750

Von der ältesten Pfarrkirche ist wenig bekannt. Dieselbe soll 1750 vergrößert worden sein.

1802

von 1802 bis 1825 gehörte Marpingen als Sukkursalpfarrei zum Bistum Metz

1788

nach dem Übergang Marpingens an Pfalz-Zweibrücken wurden 72 Haushaltungen mit 433 Einwohnern gezählt

1818

An die Pfarrkirche wurde ein zweites Schiff und das Chor angebaut

1902

Am 01. März 1902 wurde der Grundstein für unsere Pfarrkirche Maria Himmelfahrt gelegt; erbaut 1902/1903 durch Architekt Wilh. Hektor, Saarbrücken

1903

Am 02. Juli 1903 wurde erstmals in der Kirche Gottesdienst gefeiert.

1905

konsekriert am 5. Juli 1905 durch Bischof Michael Felix Korum

1956

Gottesdienste: Sonntagsmesse 7.00 Uhr; 8.45 Uhr; Hochamt 10.45 Uhr; Christenlehre und Andacht um 14.00 Uhr; Werktagsmessen 6.45 Uhr (Winter 7.15 Uhr)

2003

Das 100jährige Jubiläum unserer Pfarrkirche am Sonntag, dem 13. Juli 2003. In einem Festgottesdienst, der vom Kirchenchor, von Streichern und Bläsern musikalisch gestaltet wurde, haben Priester, Gäste und Pfarrangehörige dieses Ereignis entsprechend gewürdigt.

2004

Am Christkönigssonntag, 21. Nov. 2004, war es endlich soweit! Nach dem Hochamt weihte Pastor Hofman das neue Friedhofskreuz unter Assistenz von Pater Rudolf Fritz, der dieses Kreuz geschaffen hat, feierlich ein.
 
(Beschreibung)

2006

    11. Juni 2006 - Rundfunkgottesdienst : Übertragung um 10:00 Uhr durch den Saarländischen Rundfunk

2008

    Verabschiedung Schwester Gertrud Maria

2011

Sonntag, dem 27. März, Übertragung des Sonntagsgottesdienstes im Hörfunkprogramm SR 2 Kulturradio (91,3)

Pfarrkirche Marpingen feiert 100jähriges Jubiläum der Grundsteinlegung.

                 Am Freitag, 01. März 2002, feiert die Pfarrgemeinde Marpingen den 100. Jahrestag der Grundsteinlegung der Pfarrkirche
                 Maria Himmelfahrt. Der starke Anstieg der Bevölkerung machte damals einen Neubau der Kirche notwendig. Auch die
                 Erweiterung der Kirche von 1818 reichte für die damals schnell ansteigende Zahl der Pfarrangehörigen nicht aus.

                 Über die Unzulänglichkeit der Kirchenräume klagten alle Pfarrer des 19. Jahrhunderts. Zudem war der bauliche Zustand der
                 Vorgängerkirche trostlos. Das Dach war schadhaft, das Gewölbe war undicht geworden und ließ das Regenwasser
                 durchsickern. Die aus dem Lot geratenen Außenmauern wiesen große Risse auf. Die Empore war so niedrig, dass man mit
                 der Hand bis an das Gewölbe reichen konnte. Der enge Raum konnte die damals 2000 Einwohner zählende Gemeinde nicht
                 mehr fassen. Allein von den 400 Schulkindern konnten nur 120 Platz finden.

                 Erst Pastor Theodor Schmitt, der von 1895 bis 1910 Seelsorger von Marpingen war, schaffte mit Unterstützung der
                 Gemeinde Abhilfe. Er hat uns in seinen Tagebuchaufzeichnungen, die im Pfarrarchiv aufbewahrt sind, über den Werdegang
                 des Bauvorhabens genau informiert.

                 Er gründete am 29. Juni 1896 einen Kirchbauverein, dessen Vorsitzender er selbst war. Der Zweck bestand darin, durch
                 monatliche Geldspenden die Finanzierung einer neuen Pfarrkirche sicherzustellen. Diesem Verein gehörten alle
                 Pfarrangehörige an. Die zu zahlenden Beiträge richteten sich nach der Höhe des Einkommens. Die jährlichen Einnahmen des
                 Vereins beliefen sich auf 3.000 bis 3.500 Mark.

                 Architekt Wilhelm Hector aus Saarbrücken-St. Johann wurde mit dem Bauplan beauftragt, der am 02. September 1896 dem
                 Kirchenvorstand vorgestellt und am 30. Juni 1898 vom bischöflichen Generalvikariat genehmigt wurde. In den folgenden
                 Jahren wurde von der Dorfgemeinschaft tatkräftig an der Verwirklichung des gesteckten Zieles gearbeitet. In
                 Gemeinschaftsarbeit wurde das alte Gotteshaus abgerissen. Der Schutt wurde von Fuhrleuten kostenlos abtransportiert. Alle
                 halfen, keiner schloss sich aus. Auch Pastor Theodor Schmitt packte kräftig mit an. Sein mitreißendes Beispiel verfehlte seine
                 Wirkung nicht.

                 Am 09. Dezember 1900 übertrug man Architekt Hector die Anfertigung der Pläne und des Kostenanschlages. Am 01. März
                 1902 wurde der Grundstein gelegt und mit dem Bau begonnen. In den Grundstein der Kirche wurde eine Urkunde folgenden
                 Inhalts in lateinischer Sprache eingemauert: “Im Jahre 1902, am 08. Juni, als Papst Leo XIII. die Kirche regierte, als
                 Wilhelm II. Kaiser von Deutschland und König von Preußen war und Michael Felix Korum den Bischofssitz
                 innehatte, wurde im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit diese Kirche der 2000 Einwohner zählenden Pfarrei
                 Marpingen, unter dem Pfarrer Theodor Schmitt aus Bitburg, unter dem Architekten Wilhelm Hector aus St.
                 Johann-Saarbrücken und dem Erbauer Georg Mar aus Dirmingen, errichtet.”

                 Am 02. Juli 1903, dem Fest Maria Heimsuchung, wurde die Kirche eingesegnet und zugleich mit der Erstkommunion der
                 Kinder der erste Gottesdienst in der neuen Kirche gefeiert. Am 05. Juli 1905 wurde die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
                 anlässlich der Spendung des Firmsakramentes durch Bischof Michael Felix Korum konsekriert. Der Hauptaltar birgt die
                 Reliquien des hl. Mauritius und anderer Trierer Märtyrer.

                 Die Pfarrkirche “Maria Himmelfahrt” ist das Wahrzeichen von Marpingen. Sie ist weithin sichtbar auf dem nach ihr benannten
                 “Kirchberg”, ein markanter Aussichtspunkt über die Gemeinde.

                 Aus Anlass des 100jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung findet an diesem Freitag, 01. März 2002, ein
                 festlicher Gottesdienst in Konzelebration statt, der vom Frauenchor des Kirchenchores gesanglich und solistisch
                 mitgestaltet wird. Außerdem werden Werke von Johann Sebastian Bach und Henry Purcell für Orgel (Orgel:
                 Wolfgang Trost) und Trompete (Trompete Anton Klein) zu Gehör gebracht. Zu diesem Gottesdienst sind alle
                 Pfarrangehörigen herzlich eingeladen.

Von 1963 bis 1985  fielen die Umgestaltung der Pfarrkirche,
die Anschaffung der Klais-Orgel, der Neubau des Kindergartens
sowie der mehrmalige Umbau des Schwesternhauses bis hin zurheutigen Begegnungsstätte.

Neue Gemeindereferenten

Unsere neue Gemeindereferentin Stephanie Backes hat am 01. Sept. 2011 ihren Dienst in unserer Pfarreiengemeinschaft Marpingen angetreten.

 

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Erstellt: durch  Klaus Recktenwald;  zuletzt geändert am:

Donnerstag, 16. Mai 2013