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Marien-Verehrung in Marpingen


 In Marpingen, einer 12.000 Einwohner-Gemeinde im nördlichen Saarland, hat die Marienverehrung eine über 500 Jahre alte Tradition. Ein Altaraufsatz mit einer Marienfigur in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
stammt aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts.
 

  •   Zum bis heute erhaltenen „Marienbrunnen“ in der Nähe der Pfarrkirche pilgerten Gläubige bereits vor dem 30-jährigen Krieg (1618-1648).
     
  • · Am 3. Juli 1876 soll die Mutter Gottes drei achtjährigen Mädchen aus Marpingen im nahe bei dem Ort gelegenen Härtelwald erschienen sein. Im Anschluss soll es angeblich zu weiteren ’Erscheinungen’ gekommen sein. Mehrere Tausend Pilger strömten in den kommenden Wochen nach Marpingen.
    In Deutschland versuchte in dieser Zeit der preußische Staat, im „Kulturkampf“ die Rechte der katholischen Kirche zu beschneiden. Am 13. Juli 1876 schickte der preußische Staat eine Kompanie nach Marpingen, riegelte den Härtelwald ab und schickte die Mädchen vorübergehend in eine ’Besserungsanstalt’.
     
  • · Ende 1876 ebbte der große Pilgerstrom ab. Eine kirchliche Anerkennung der ’Erscheinungen’ unterblieb. Marpingen blieb ein beliebter Wallfahrtsort.
     
  • · 1932 wurde auf Beschluss des Gemeinderats mit dem Bau der Marienkapelle im Härtelwald begonnen. Zur Marienverehrungsstätte in Marpingen zählen außerdem ein Kreuzweg, eine Quelle und das so genannte „Pestkreuz“.
     
  • · Eigentümerin des Geländes im Härtelwald ist die Gemeinde Marpingen. Bis 2001 hatte die Gemeinde das Gelände an den Kapellenverein verpachtet. Seit 2002 kümmern sich die Gemeinde, die Stiftung „Marpinger Kulturbesitz“ und die Kirchengemeinde „Maria Himmelfahrt“ um die Marienverehrungsstätte im Härtelwald.
  • 1999 behaupteten drei Frauen, dass ihnen die Gottesmutter erscheine. Insgesamt 13 Erscheinungen soll es zwischen Mai und Oktober gegeben haben. Tag und teilweise auch Uhrzeit der Erscheinungen wurden stets vorher angekündigt. Bis zu 25.000 Pilger kamen zu den angeblichen Erscheinungen.
  • Im August 1999 beauftragte der Trierer Bischof Dr. Hermann Josef Spital eine Kommission mit der Prüfung der Vorgänge in Marpingen. Der Kommission gehörten Priester, Kirchenrechtler und Kirchenhistoriker an.

weiter unter Dekret

Härtw07-Kap2

Härtw07-Kap1

Härtw07-Kap3

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Härtw07-Kap5

Härtw07-Kap6

Härtw07_Kap7

Krippe in der Härtelwaldkapelle

Erstellt: durch  Klaus Recktenwald;  zuletzt geändert am:

Sonntag, 25. November 2007